Privater Waffenbesitz

Dieses Thema verdient auf einer europäischen Webseite leider eine eigene Kategorie. Wären wir z.B. in den USA müsste ich darüber wohl kein Wort verlieren. Dort ist im Grunde einer Mehrheit der Bevölkerung und ganz sicher jedem einzelnen Anhänger von Freiheit mehr als klar, dass eine Bevölkerung, die sich entwaffnen lässt, der Versklavung ins Auge blickt. Nur bei uns muß man sich sogar häufig von Freiheitsfreunden Beschimpfungen anhören, wenn man offen sagt, dass man gegen jede staatliche Einschränkung oder auch nur eine Kontrolle des privaten Waffenbesitzes ist.

Dabei hat es gerade Europa mehr als nötig in diesem Punkte endlich etwas dazu zu lernen, wo es doch gerade eine junge Geschichte voller Barbarei hinter sich hat. Keiner fragt, was z.B. passiert wäre, wenn die Juden im dritten Reich bewaffnet gewesen wären.

Ich meine man muß sich das mal klar machen. Da wurden Millionen (nicht ein oder zwei, nein Millionen!) von Menschen, einfach verhaftet und wie Lämmer zur Schlachtbank beführt, ohne dass die Mörder mit nennenswertem Widerstand zu rechnen hatten. Alles was den Opfern übrig blieb um ihre Haut zu retten, war rechtzeitig wegzurennen oder sich verdammt gut zu verstecken. Und die einzige Lehre zu der unsere Intellektuellen fähig sind ist die, dass man bestimmte Meinungen bekämpfen und unterdrücken muß und zwar genau mit der Machtinstitution, die dieses gigantische Verbrechen überhaupt erst möglich gemacht hat. Ja, man erwähnt nicht einmal, dass Pogromen wie der Reichskristallnacht, eine systematische Entwaffnung der jüdischen Bevölkerung voraus gingen. Sicher man schreibt eine nette Floskel ins Grundgesetz, die besagt, dass jeder Deutsche das Recht zum Widerstand hat, wenn jemand die freiheitlich demokratische Grundordnung abschaffen will (wobei man sich natürlich fragen kann, was an dieser Ordnung eigentlich so freiheitlich sein soll). Das ist aber doch ein Treppenwitz der Geschichte. Womit will man denn Widerstand leisten? Mit einem Küchenmesser?

Nein Freunde, jeder Mensch hat das Recht, die Sicherung seiner Rechte selbst in die Hand zu nehmen, wenn er es wünscht. Niemand muß sich der Gnade einer mächtigeren Institution unterwerfen. Wer dies tut, der muß dann zu Recht die Meinungen seines Nachbarn fürchten. Der muß zu Recht befürchten, dass mal der Falsche gewählt wird. Wer seine Sicherheit unabdingbar in die Hände von Dritten legt, versklavt sich letztlich selbst. Jeder, der mir erzählen will, ich hätte kein Recht mich zu meiner eigenen Sicherheit zu bewaffnen muß ich als meinen Feind ansehen. Denn er kann damit nicht mein Wohl im Sinn haben.

Die Juden haben diese Lektion verstanden und sich mittlerweile bewaffnet. Leider haben sie das zu kollektiv getan, und dabei gleich einen neuen, verbrecherischen Leviathan gegründet.

Frei zu sein bedeutet, die Verantwortung für sein Leben selbst zu übernehmen. Wie aber will man das tun, wenn man im Zweifel nicht einmal bereit ist, die Sicherheit dieses Lebens in die eigene Hand zu nehmen?

 

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